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25 | 04 | 2014
Freiwillige Feuerwehr Diemelstadt Rhoden - Chronik Jugendfeuerwehr

1965

40 Jahre Jugendfeuerwehr Rhoden

2005



Chronik


Die Jugendfeuerwehr Rhoden wurde 1965 durch den damaligen Bezirks-Brandmeister Friedrich Götte ins Leben gerufen. Erstmals wird die Jugend-feuerwehr in der Generalversammlung vom 18.12.1965 erwähnt. Dort heißt es: „Die Jugendgruppe ist der freiwilligen Feuerwehr angeschlossen. Mit dem 18. Lebensjahr werden sie in die aktive Wehr übernommen. Grund zur Aufstellung der Jugendwehr ist, den Nachwuchs in den Feuerwehren zu sichern und sie frühzeitig mit den nötigen Kenntnissen vertraut zu machen.“

Die ersten neun Jungen bei der Gründung waren: Georg Dindey, Friedrich Götte jun., Kurt Götte, Wilhelm Obermeier, Helmut Plücker, Fritz Römer, Hartmut Spohn, Günter Tepel und Dieter Wachenfeld. Ausgebildet wurden sie von Karl Pickhard.


Bereits nach einjähriger Tätigkeit konnte die Jugendgruppe bei den Jugendwett-Kämpfen in Waldeck am 29. September 1966 mit der Leistungsspange ausgezeichnet werden.


1967 hatte die Jugendfeuerwehr ein kleines Tief. Da die ältere Gruppe im Frühjahr das Alter erreicht hat und zum Teil in die aktive Wehr übergetreten ist, bestand die Jugendfeuerwehr nur noch aus drei Mitgliedern. Aber diese drei ließen sich nicht die Freude an der Jugendfeuerwehr nehmen und nahmen im Sommer am 8- tägigen Zeltlager des Landes Hessen am Edersee teil.

Bei den Neuwahlen des Vorstandes während der Generalversammlung am 09.12.1967 wurde Werner Grineisen zum ersten Jugendwart gewählt.


Vom 29.07.-05.08.1968 nahm die Jugendfeuerwehr mit zehn Mann am 2. Bundesjugendtreffen in Rottweil teil.


Im Sommer 1970 hatte die Jugendfeuerwehr einen 12- tägigen Lageraufenthalt in Clausthal- Zellerfeld im Harz.


Vom 12.-20. August 1972 nahm die Jugendfeuerwehr erneut an einem Zeltlager im Harz teil. Am 03. September des gleichen Jahres war die Abnahme des Leistungsabzeichens des Waldeckischen Feuerwehrverbandes, wo man mit einer Gruppe teilnahm.


Im Jahre ´73 wurde ein erstes eigenes Zelt angeschafft und gleich bei einem Zeltlager am Edersee eingeweiht.


Eine Berlin- Studienfahrt konnte im April ´74 durchgeführt werden. Während dieser Fahrt wurde ein Ausflug zur ZDF- Hitparade mit Dieter- Thomas Heck gemacht.

Um die zahlreichen Aktivitäten finanzieren zu können, wurden von März ´74 an, bis in das Jahr ´92 regelmäßige Altpapiersammlungen durchgeführt.


1975 konnte das 10- jährige Bestehen der Rhoder Jugendfeuerwehr gebührend gefeiert werden. Aus diesem Anlass veranstaltete man ein großes Zeltlager mit 550 teilnehmenden Jugendlichen.


Vom 30.März – 13.April 1980 wurde eine Fahrt nach Österreich gemacht. Da man dort winterliche Verhältnisse vorfand, kam das Skifahren nicht zu kurz. Auch wurde die freiwillige Feuerwehr Zell besucht, wo man an zwei Abenden zu Gast war. Im Anschluss an die Fahrt wurde der Übungsbetrieb für die vielfältigen Wettkampfarten der Jugendfeuerwehr wieder aufgenommen. Ein Erfolg zeigte sich dann am 15.Juni 1980 bei den Pokalwettkämpfen der Diemel- stadt in Wrexen, wo die ältere Gruppe den 1. Platz und die jüngere Gruppe den 6. Platz belegte.


Bei der Jahreshauptversammlung am 03.Dezember 1983 wurde Rolf Römer, der sein Amt zu dieser Zeit noch kommissarisch innehatte, zum neuen Jugendwart gewählt. Er übernahm dieses Amt von Werner Grineisen, der das Amt des Jugendwartes 16 Jahre ausgeübt hat.


Im Jahre ´85 nahm die Jugendfeuerwehr mit 21 Jugendlichen am Zeltlager in Oerlinghausen bei Bielefeld teil. Im gleichen Jahr noch konnte man bei den Pokalwettkämpfen in Ammenhausen den 1.Platz belegen.


Aufgrund der Einsatzbereitschaft und des Ehrgeizes im Üben konnten sich die Jugendlichen am 28.05.1988 bei den Diemelstadt- Pokalwettkämpfen in Orpethal erneut den ersten Platz sichern.


Die Jugendfeuerwehr steht aber nicht nur für Feuerwehrtechnik und Wissen, dass bei theoretischen und praktischen Übungen und Wettkämpfen erlangt wird, sondern beispielsweise auch für den Natur und den Umweltschutz. So wurde zusammen mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein 1987 ein selten vorkommender Trockenrasen am Quast von Bäumen und Sträuchern gesäubert, oder wurde am 27.Oktober 1994 an einem Umweltseminar in Korbach teilgenommen, wo die Jugendlichen aus dem gesamten Kreisgebiet rund 12.300 Bäume unter fachmännischer Anleitung pflanzten. Weitere Umweltseminare fanden im Oktober ´96 in Bad Wildungen, 1998 in Frankenberg und im Jahr 2000 in Bad Arolsen, statt.


Am 25- jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Rhoden nahmen vom

15. – 17.Juni 1990 die Jugendfeuerwehren aus Oerlinghausen, Wuppertal- Hahnerberg, Warburg und aus den umliegenden hessischen Ortschaften teil und konnten sich bei einem Spiel ohne Grenzen mit Pendelstaffel, Schwimmen, Reifenumstapeln, Torwandschießen und vielem mehr profilieren.


Bei der Jahreshauptversammlung am 24.01.1992 wird Jörg Varlemann einstimmig zum neuen Jugendwart gewählt. So tritt er die Nachfolge von Rolf Römer, der das Amt des Jugendwartes neun Jahre innehatte, an.


Ein Höhepunkt im Jahr ´93 war die Durchführung des Jugendzeltlagers vom

16. – 18.April auf dem Sportplatzgelände auf der Walme. Die Jugendfeuerwehr unserer befreundeten Wehr aus Wuppertal- Hahnerberg hatte sich kurzfristig angesagt und bat um Unterstützung für dieses Zeltlager.


Ein weiteres Zeltlager in Rhoden fand, anlässlich des 30- jährigen Bestehens unsere Jugendfeuerwehr, vom 25. – 27.August 1995 auf dem Sportplatzgelände statt.

Ebenfalls seit dem Jahre ´95 nimmt die Jugendfeuerwehr mit Motivwagen an dem Rhoder Viehmarktsumzug und an dem Festzug der Warburger Oktober-woche teil. Mit Themen wie „Rund um Diemelstadt“ (1995), „Brennendes Haus“ (1996), „Oder- Hochwasser“ (1997), „1000 Tage Brandruine“ (1998), „WM 2006- Wir holen sie nach Rhoden“ (1999), „Verteuerte Brunnenbohrung in Neudorf“ (2000), „Die gleichgeschlechtliche Ehe“ (2001), „Funpark in Rhoden“ (2002), „Rekordsommer 2003“ und „Demo 2004“ wurden immer gute bis mittelmäßige Platzierungen erreicht, zum Gewinn des Pokals hat es allerdings noch nicht gereicht.

Zum Aufbessern der Kasse wird seit dem Jahr 96 regelmäßig, das heute schon traditionelle Osterfeuer, von der Jugendfeuerwehr ausgerichtet.


Zu einer Einladung des Landeszeltlagers Salzburg, dass in Zell am See vom 12.-16. Juli 2000 ausgerichtet wurde, reiste unsere Jugendfeuerwehr zusammen mit der Jugendfeuerwehr Vellmar nach Zell am See. In den vier Tagen wurde ein reichhaltiges Angebot über Wandern, Schwimmen, Besuch einer Tropfsteinhöhle und des Feuerwehrstützpunktes Zell am See gemacht. Bei den ausgetragenen Wettkämpfen erreichte man das Bronzene Leistungsabzeichen der Feuerwehrjugend Österreich. Am letzten Abend wurde ein Höhenfeuerwerk gezündet. Trotz des schlechten Wetters, war es für alle ein unvergessliches Erlebnis.


Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Wuppertal-Hahnerberg nahmen wir vom 01.-04.Juni 2001 an einem Zeltlager in Wuppertal teil. Trotz des schlechten Wetters ließen wir uns den Spaß und die Freude nicht nehmen und erlebten wieder einmal ein sehr schönes Zeltlager, mit all den vielen Aktivitäten, wie z.B.: den Spiel ohne Grenzen.


Zeltlager: Ein gutes Stichwort um auf ein erneutes Zeltlager hinzuweisen. Um genauer zu sagen, ein Kreiszeltlager im Jahr 2002. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Rhoden entschied man sich das Zeltlager des Altkreises Waldeck vom 14.-16. Juni 2002 in Rhoden auszurichten. So kamen an diesem Wochenende ca. 1.200 Jugendliche und ihre Betreuer nach Rhoden gereist und verwandelten das Gelände um die Mittelpunktschule und der Stadthalle in eine kleine Zeltstadt.


Ein Jahr später stand erneut ein Jubiläum auf dem Programm. Dieses mal war es aber nicht „irgendein“ Jubiläum einer Jugendfeuerwehr, sondern die Kreisjugendfeuerwehr Waldeck-Frankenberg konnte auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass wurde ein Großzeltlager in Mühlhausen vom 11.-13. Juli 2003 ausgerichtet.

Ein weiterer Höhepunkt war der Weltrekordversuch zur größten beidseitigen Wasserwand der Welt. Man benötigte hierfür 1024 Jugendliche, 512 Betreuer, 57 Tragkraftspritzen, die von 6 Pontonbooten das Wasser 23 Meter hoch bis zur Mauerkrone pumpten, 512 Strahlrohre, 4 Wasserwerfer, ca. 12.500 Meter Schlauchleitung, 228 Verteiler und ca. 1,9 Millionen Liter Wasser. Ein Ereignis, dass auch unsere Jugendlichen nicht so schnell vergessen werden.

Erstmalig führten wir am 24. und 25. Oktober 2003 eine 24-Stunden-Übung, ein Tag als Berufsfeuerwehr durch. Hierbei wurde die Jugendfeuerwehr zu mehreren Einsätzen unter realistischen Bedingungen gefordert. Begonnen von einer Personensuche bei Nacht auf der Hude, einem simuliertem Verkehrsunfall oder einem Großbrand auf der Laubach, nur um ein paar Einsätze zu erwähnen, musste alles gemeistert werden. Das Resultat dieser Übung war, dass alle Jugendlichen seht beeindruckt waren, auch wenn es nachts um 3 Uhr auf einmal hieß: „Wir haben einen Einsatz, aufstehen“!

Vom 19.-21.Dezember fuhren wir zu einer Wochenendfreizeit auf den Hohen Meißner. Bei einer Besichtigung des Besucherbergwerks „Grube Gustav“ erfuhren wir die Geschichte und erhielten die Information über die harte Arbeit der Bergmänner im Kriechstollen. Weiterhin besuchten wir das Grenzmuseum in Bad Sooden-Allendorf, wo wir wieder viele Informationen über die damaligen Zustände in der DDR erfuhren.


Das Jahr 2004 ließen wir etwas ruhiger angehen. Zunächst einmal übernahm Manuel Tepel am 14.02. das Amt des Jugendwartes von Jörg Varlemann, der nunmehr 12 Jahre als Jugendwart, tätig war. Ansonsten wurde neben den regelmäßigen Veranstaltungen wie Osterfeuer, Stadtpokal, Kreiszeltlager oder Leistungsspange eine Jahresabschluss-Übung mit Übernachtung im Feuerwehrstützpunkt zum Jahresende durchgeführt.


Vor kurzem erst, um genau zu sein, vor 5 Wochen fuhren wir für 10 Tage in die Bundeshauptstadt Berlin zum Landeszeltlager der Berliner Jugendfeuerwehren. Neben dem Besuch des Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen, welches heute eine Gedenkstätte ist, lernten wir auch noch den Fernsehturm, die Berufsfeuerwehr Berlin-Charlottenburg, die Flughafenfeuerwehr Schönefeld und das Reichstagsgebäude mit dem Deutschen Bundestag kennen.

In Worten kann man es gar nicht so einfach ausdrücken, wie schön es dort gewesen ist, auch wenn hier und da das Wetter nicht immer so mitgespielt hat, wie wir es wollten. Ich versuche jetzt einfach mal das Landeszeltlager in Berlin mit den Worten „ Es ist unvergesslich“ und „wird noch lange in den Köpfen der Jugendlichen als Erinnerung sein“, zu umschreiben.


Nun schreiben wir schon das Jahr 2005, die Jugendfeuerwehr Rhoden kann an diesem Wochenende auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken.

In den letzten 40 Jahren konnte die Jugendfeuerwehr an zahlreichen Wettkämpfen und Zeltlagern auf Stadt -und Kreisebene, sowie bei befreundeten Wehren, teilnehmen.

Sämtliche Abzeichen, wie z.B. die Leistungsspange oder die Jugendspange der Kreisjugendfeuerwehr Waldeck – Frankenberg ab dem Jahr ´99, konnte errungen und die Jugendlichen damit ausgezeichnet werden.


Der bei der Generalversammlung am 18.12.1965 verlesene Satz: „Grund zur Aufstellung der Jugendwehr ist, den Nachwuchs in den Feuerwehren zu sichern und sie frühzeitig mit den nötigen Kenntnissen vertraut zu machen“ wurde stets eingehalten. So konnten nunmehr mehr als 80 Jugendliche in die aktive Wehr übernommen werden.


Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass fast alle jüngeren Feuerwehrleute der heutigen Einsatzabteilung aus der Jugendfeuerwehr stammen und dort ihr Interesse geweckt und erstes Wissen erlangt wurde.


Heute besteht die Jugendfeuerwehr aus 20 Jugendlichen, wovon vier Mädchen sind. Ausgebildet und betreut werden sie von einem Jugendwart und drei Betreuern.

 
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